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Hilfe, das Wasser kommt!

Hier finden Sie wichtige Telefonnummern und Informationsquellen sowie Empfehlungen für Maßnahmen bei Hochwasseralarm sowie während und nach dem Hochwasser.

Telefonnummern und Informationsdienste

Notrufe: 122 Feuerwehr, 133 Polizei, 144 Rettung

Signale des Zivilschutzalarmes als Grafik und zum Anhören

Wasserstands- und Wetterprognosen

Aktuelle Informationen

  • Aktuelle Katastrophen-Informationen der Gemeinde: Zivilschutz-SMS
  • Gemeinde Ottensheim: Homepage, Telefonnummer: 07234 822 55 0
  • Radio, Fernsehen (Teletext) sowie Homepages der regionalen Medien. Vorsicht bei den Informationen, die auf sozialen Netzwerken verbreitet werden. Hier kursieren immer wieder unbestätigte Gerüchte!

Bei Hochwasseralarm

Abhängig vom Gefährdungsgrad sollten bei Hochwasseralarm folgende Maßnahmen getroffen werden:

  • Vorbereiten auf mögliche Folgen: Lebensmittel und Wasser für ein paar Tage bevorraten, sich für einen längeren Stromausfall (batteriebetriebener Radio und Beleuchtung, Ersatzkochgelegenheit, Reservebatterien) und einen Zusammenbruch des Verkehrsnetzes rüsten.
  • Funktionstüchtigkeit der Rückstauklappe des Hauskanals im Keller prüfen und gegebenenfalls den mechanischen Schieber schließen.
  • Mitbewohner oder Nachbarn, die gerade nicht vor Ort sind, informieren.
  • Vorbereitete Checkliste mit den Maßnahmen und Informationen heraussuchen und abarbeiten, beispielsweise
    • Dokumente sichern.
    • Wichtige Gegenstände in ein höheres Geschoss bringen.
    • Gefährdete Räume leer räumen.
    • Gefährdete Türen, Fenster, Abflussöffnungen usw. abdichten.
    • Schutz vor Oberflächenwasser installieren.
    • Fußboden mit wasserdichten Materialen abdecken.
    • Gefährliche Stoffe und Chemikalien auslagern.
    • Heizungen (Heizöltank!) und elektrische Geräte in bedrohten Räumen sichern bzw. abschalten (Stromschlaggefahr entsteht bereits bei Kondenswasser! Tiefkühltruhe berücksichtigen).
    • „Ersatztoilette“ planen.
    • Notgepäck vorbereiten.
    • Versorgung hilfebedürftiger oder kranker Personen planen (z. B. durch „Evakuierung“ zu Verwandten oder Freunden außerhalb der Gefahrenzone).
    • Evakuierung von Tieren planen/vorbereiten.
    • Im Gefahrenfall können Festnetztelefon und auch Mobilfunknetz ausfallen: Daher mit Nachbarn Not- und Gefahrenzeichen absprechen.
    • Alle Familienmitglieder über die getroffenen Vorsorgemaßnahmen (v. a. Hauptschalter und Absperrventile, richtiges Verhalten, Dokumentensicherung usw.) informieren. Mit allen Familienmitgliedern die Aufgabenverteilung im Ernstfall absprechen.
  • Seien Sie auf plötzlich auftretende Sturmfluten vorbereitet. Bei ersten Anzeichen sofort obere Geschosse aufsuchen! Warten Sie nicht auf Anweisungen von außen.
  • Vorsicht bei Strömen, Entwässerungsgraben, Schluchten usw.! Flutartige Überschwemmungen bei Regen können hier ganz plötzlich (ohne Anzeichen) auftreten .

Während des Hochwassers

  • Während des Hochwassers sollten alle Haushalte (auch in jene, die nicht von Rückstau oder Oberflächenwasser gefährdet sind!) Wasser nur sparsam einsetzen, um den Kanal nicht zusätzlich zu überlasten: Vollbäder vermeiden, nur die wichtigste Wäsche waschen etc.
  • Menschenrettung geht der Erhaltung von Sachwerten immer vor!
    • Bei Gefahr von Überschwemmungen keinesfalls in Keller oder Tiefgaragen gehen!
    • Kinder aus dem Überschwemmungsgebiet in Sicherheit bringen!
    • Uferbereiche nicht betreten. Hier besteht Unterspülungs- und Abbruchgefahr! Gleiches gilt für überflutete/teilüberflutete Straßen: Absperrungen beachten und Anweisungen der Gemeinde und Einsatzkräfte unbedingt Folge leisten!
  • Vorsicht mit Autos und Booten
    • Auf Hochwasser führenden Gewässern nicht mit Privatbooten spazieren fahren (Wellenbildung und Gefahr von Hindernissen).
    • Keine überfluteten Straßen durchfahren! Dringt Wasser in den Motorraum, droht erheblicher Schaden; die Betriebstemperatur eines Katalysators liegt bei rund 700°C, plötzliche Abkühlung kann zum Zerspringen des Keramikkopfes führen.
    • Steht das Fahrzeug bis zur Ölwanne oder über die Räder im Wasser, keinesfalls starten, sondern abschleppen und in Werkstatt überprüfen lassen.
  • Vorsicht mit elektrischen Geräten!
    • Schließen Sie alle elektrischen Einrichtungen ab.
    • Berühren Sie keine elektrischen Geräte mit nassen Händen oder dann, wenn Sie mit den Füßen im Wasser stehen.
  • Bei Rückstauklappen im Keller während des Rückstaus keine Toiletten, Waschbecken, Waschmaschinen etc. unterhalb der Rückstauebene benützen.
Was tun, falls doch Wasser eintritt? Da das Kanalsystem bei Hochwasser überlastet ist, sollte kein Wasser extra in den Kanal gepumpt werden. Wenn möglich sollte man das abgepumpte Wasser im Garten versickern lassen. Niemals Kanaldeckel öffnen! Hier besteht Lebensgefahr, besonders wenn die Straße bereits überflutet ist (da genügen bereits 3 Zentimeter). Der offene Kanaldeckel kann dann nicht wahrgenommen werden. Eine Person ist innerhalb weniger Sekunden weg!

Nach dem Hochwasser

  • Achten Sie auf Informationen, die die Sicherheit des Trinkwassers betreffen.
  • Obst, Gemüse oder Salat aus überschwemmten Gebieten nicht verzehren.
  • Informationen zu möglichen Badeverboten beachten.
  • Vermeiden Sie den Kontakt mit Flutwasser, da dieses mit Öl, Benzin usw. verschmutzt sein könnte; weiters könnte das Wasser durch zerstörte Stromleitungen elektrisch aufgeladen sein.
  • Meiden Sie zerstörte Stromleitungen und melden diese dem Energieversorger.
  • Aufräumen, reparieren und sanieren:
    • Bei Betreten ist absolute Vorsicht geboten (versteckte Beschädigung im Fundament).
    • Kontrollieren Sie das Abwassersystem.
    • Entfernen Sie Wasserreste und Schlamm. Pumpen Sie betroffene Räume jedoch erst leer, wenn das Hochwasser abgeflossen und der Grundwasserspiegel ausreichend gesunken ist (Gefahr durch Auftrieb und Wasserdruck).
    • Fußbodenbeläge und Verkleidungen zur Kontrolle entfernen oder öffnen.
    • Betroffene Bereiche schnellstmöglich trocknen, um Bauschäden, Schimmelpilzbefall oder anderen Schädlingsbefall zu verhindern
    • Beschädigte Bausubstanz überprüfen lassen (Statik).
    • Vom Hochwasser betroffene elektrische Geräte und Anlagen vor Inbetriebnahme vom Fachmann überprüfen lassen.
    • Heizöltanks auf Schäden überprüfen.
    • Feuerwehr verständigen, wenn Schadstoffe (z.B. Pflanzenschutzmittel, Farben, Lacke, Reiniger, Heizöl) freigesetzt wurden. Eigene Maßnahmen (Ölbindemittel) nur in Absprache mit der Feuerwehr vornehmen.
    • Räume, in denen gearbeitet wird, gut belüften. Bei freigesetzten Schadstoffen nicht Rauchen und offenes Feuer vermeiden.